Dr. Sonja Brustbauer › Verhaltenstherapie › Belastungsreaktion
Belastungsstörungen werden unterteilt in akute Belastungsreaktionen, Anpassungsstörungen und posttraumatische Belastungsstörungen. Sie werden dann zu den psychischen Störungen gezählt, wenn sie mit Leidensdruck und Verminderung der Leistungsfähigkeit verbunden sind und so das Mass einer üblichen Reaktion überschreiten.
Jeder Mensch ist ein Individuum. Das hört sich einfach an. Aber die persönlichen psychischen, körperlichen und sozialen Unterschiede sind in bestimmten Situationen ausschlaggebend. Schon bei "Kleinigkeiten" kann man Unterschiede feststellen. Dem einen macht die Fahrt in einem überfüllten Fahrstuhl nichts aus, der andere geht lieber zu Fuß. Jeder Mensch reagiert anders auf Situationen, auf die er keinen persönlichen Einfluss hat.
Bewältigung ist individuell.
Auch bei schweren Belastungen zeigen sich diese Unterschiede. Stirbt ein geliebter Mensch, so trauert der eine still und allein, ein zweiter "schreit seinen Schmerz hinaus", ein dritter gibt sich die Schuld. Jeder Mensch aber versucht, die Belastung zu bewältigen, in sein Leben zu integrieren und sie so zu kompensieren. Welche Wege er dabei einschlägt, hängt von seiner Persönlichkeit, seinen Erfahrungen und seinen sozialen Fähigkeiten ab.
Belastungsstörungen werden unterteilt in akute Belastungsreaktionen, Anpassungsstörungen und posttraumatische Belastungsstörungen. Sie werden dann zu den psychischen Störungen gezählt, wenn sie mit Leidensdruck und Verminderung der Leistungsfähigkeit verbunden sind und so das Mass einer üblichen Reaktion überschreiten.
Sie tritt sogleich in der Folge eines belastenden Ereignisses auf und klingt nach spätestens zwei Tagen wieder ab. Sie geht unter anderem einher mit Angst, Verzweiflung, innerer Leere.
Anpassungsstörungen treten häufig im Rahmen sogenannter "Schwellensituationen" auf, zum Beispiel wenn enge Beziehungen zerbrechen, beim Verlust der gewohnten Umgebung, bei Arbeitsplatzverlust , Einschulung, Heirat, Geburten eigener Kinder, Scheidung, Berentung usw.
Sie beginnen innerhalb von 4 Wochen nach dem Ereignis und können mehrere Monate andauern.
Anpassungsstörungen gehen einher mit Sorgen, Grübeln, Ängsten, Schlafstörungen, Verhaltensstörungen, innerer Unruhe, Freudlosigkeit und können grossen Leidensdruck mit sich bringen.
können nach schwerst traumatisierenden Ereignissen wie Überfällen, schweren Unfällen, dem Erleben von Naturkatastrophen, Vergewaltigung, Geiselnahme, Kriegserlebnissen, auftreten.
Die Betroffenen leiden unter Flashbacks, dem unkontrollierbaren blitzartigen Wiedererleben der Traumatisierungen. Häufig kommen weitere psychische Störungen hinzu, wie Derealisations- und Depersonalisationserlebnisse, Depression und Suizidalität, Panikattacken, Zwangsstörungen, Angst vor dem Alleinsein, Schlafstörungen, Persönlichkeitsstörungen, um nur einige zu nennen. In der Folge kommt es häufig zu Alkohol- und/oder Medikamentenabhängigkeit.
Im Erstgespräch werden diese Möglichkeiten auf Basis ihrer Belastungen und Erfahrungen individuell geklärt und angepasst.
Behandlungsbausteine bei posttraumatischen Belastungsstörungen sind: